company nik It don*t mean a thing ... von Veronika Wolff


 

 

Wichtigstes Requisit: Vergangenheit

Jazz, ein Lebensquell. Duke Elllington und die Dreißiger des 19. Jahrhunderts. Der Song „It don’t mean a thing ...“ erklang auch im Deutschland des aufkommenden Nationalsozialismus. „Swings“ nannte man die dem Tanz und der freien Lebensweise zugetanen Jugendlichen. Doch für die Unangepassten wurden bald Programme geschaffen, zur Umerziehung und rücksichtslosen gewaltsamen Anpassung in gnadenlose Spießigkeit. „Polizeiliche Jugendlager“ nannte man diese Einrichtungen, wie das Jugend-KZ im niedersächsischen Moringen. „... und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben!“, so der Führer in einer Rede. Allein vergeblich und absurd, ebenso absurd wie eine aktuell zwangsverordnete Fördermaßnahme in der einem ausgebildeten IT-Fachmann die Benutzung eines Schreibprogrammes erklärt wird. Doch immerhin keine unmittelbare körperliche Gewalt mehr und die Möglichkeit über Kopfhörer auszusteigen. Denn: Swing, das ist Leben per se. Jenseits von Ideologien und Machtstrukturen, jenseits von Klassen und Religionen.

In dem von Veronika Wolff geschaffenen Theaterstück fand berührend Auseinandersetzung statt. Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und menschlichem Schicksal auf seinen verschiedenen Ebenen. Doch anders als bislang üblich wurde diese Auseinandersetzung vom Swing getragen, der Leichtigkeit und Witz zu tragenden Elementen machte. Bittere Erkenntnis und der Löffel Zucker dazu. Zwei Schauspieler und Tourneetheaterunternehmer, Dominik Burki und Niels Klaunick, waren auf der Suche nach einem neuen Stoff. „Nazizeit kommt immer gut an ... die Leute stehn da drauf ...“ und der Film „Swingkids“  inspirierten. „Großes Kino“ und „Weltverändern“ sind ihre zentralen Anliegen. Doch Szene für Szene holte der Alltag sie ein, das Dasein als Seiltanz zwischen Kunst und Überlebenskunst. Grenzen waren kaum auszumachen in dem alles umfassenden, durchdringenden Konzept. Der Praktiker Niels nutzte den Computer, schaute den Film, suchte Stoff für morgen im gestern. Der Intellektuelle Dominik versuchte sich mit Telefon, Kaffeekocher und Rechtfertigung gleichzeitig. Multitasking Fehlreaktionen waren die Folge. Und seine beiden Kleinen, Paulchen und Alex, wurden auch schnell mal wieder zur Mutter zurückgeschoben, zumal der Knoten im Schnürsenkel eines Stiefels nicht zu lösen war. Konfus, kreativ, kommunikativ – so agierten sie. Und zu allem Überfluss wurden, ganz dem Tenor einer Psychogesellschaft folgend, auch noch Regungen wie Unzufriedenheit und Pflichtbewusstsein in Figuren sichtbar. Locker und sichtlich geübt sprangen die beiden personifizierten Schauspieler professionell von Rolle zu Rolle, spielten zudem Freund, Kollege und Kindersynchronstimme in rasantem Wechsel. Wer kennt sie nicht die Situation vor dem Kleiderschrank und die Möglichkeit zu wählen. Den Ledermantel mit Rangabzeichen, das Sakko und der leichte Schal, die Armbinde des Bürokraten und die Federboa der Dekadenz (Kostüm: Katharina Schmidt). Was immer Mensch kleidet, entspricht einer Eigenschaft, also auch Uniformierung als Einschränkung. Kleiderwechsel dagegen belebt eine Gesellschaft, schafft Abwechslung und farbenfrohen Swing. Und den braucht es, bei allem was Schwarz auf Weiß in den Briefkästen landet.

In der Mitte der Bühne stand eine Kiste. Die Erde, die Welt, das Ei. Aufgeklappt durchaus als Einraumapartment zu erkennen, diente sie geschlossen und gewendet ebenso als Altar für Glaubensfragen, wie auch als Monument für die Flagge der Französischen Revolution. Blut, Degenkampf und ... alles begann mit einem frenetischen Schlussapplaus.

 

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Dominik Burki, Niels Klaunick

© Severin Vogl


Die Feststellung, „Wir müssen unbedingt etwas gegen die Missstände tun!!“ (Programmheft), wurde im Schauspiel zu, zum Nachdenken anregenden Bildern umgesetzt. Beifall! Denn nicht nur Jazz, sondern auch Theater ist ein politisches Kampfmittel. In dem Werk hatten sich zwei starke Kräfte verbündet.
Die außergewöhnliche Perspektive mit der Veronika Wolff und companie nik an das Thema herangingen, führte in humorvollen Momenten den zu Grunde liegenden Mechanismus vor Augen. Den Blick, das Gewissen hält man hierzulande stets auch auf Vergangenheit gerichtet und diese wurde zum Kult um eine Schuld erhoben. Mit Ritualen und Betroffenheit (tatsächlich also Bestärkung) wird offiziell vor diesen Fehlhandlung gewarnt, die man allerdings auf anderer Ebene weiterführt.
Was man als durchaus vergleichbaren Faktor erkennen kann, ist die absolut alternativlos dargestellte Vorgangsweise mit der eine Doktrin als ultimative Heilsbotschaft angesehen und vertreten wird. Unumstößlich war dereinst die Erhaltung und Verbreitung einer Rasse (ein natürlicher Arterhaltungsvorgang der entartete) das „Oberstes Gesetz“, vor dem die Haken zusammengeschlagen wurden. Heute ist es das „Gesetz des Marktes“, vor welchem gekatzbuckelt und dem geopfert wird. Sind die Menschen tatsächlich aufgeklärter, oder verlagerte sich lediglich die Aufmerksamkeit auf ein anderen Aspekt? Wie die personifizierten Eigenschaften auf der Spielfläche veranschaulichten, handelt es sich um eine starke Schwäche die zu Stärke eines Schwachen mutierte. Es braucht ein feines Gespür für Gleichgewicht.

Das Leben ist ein Tanz. Und zur Musik eines Schwarzen tanzte man die Schritte, wie sie Weiße in ihren Shows verwenden. Das Leben hat sich schon immer gemischt und noch nie wirklich die zu Gesetzen erhobenen Vorstellungen (Zweckorientierungen) von Menschen befolgt. Ob als Vorgabe nun Rassenerhalt, Arbeit oder Geld verlautet wird, spielt in der Propaganda eine Rolle, die zur Schaffung von Ungleichgewicht und Unterdrückung genutzt wird. Evolution geriert sich durch Revolution. Das Leben ist ein Tanz, ein Tanz der Teilchen um die Erde, ein Tanz der Gestirne im Universum. Und ein solcher Reigen kam auch anregend in dem Stück und dieser grandios lebendigen Inszenierung auf die Bühne. Beswingt strömte das überwiegend weiße Publikum in die schwarze Nacht ...

 

C.M.Meier

 

Weitere Vorstellungen ...


 


It don*t mean a thing ...

von Veronika Wolff

Dominik Burki, Niels Klaunick

Regie: Veronika Wolff

Ensemble Persona Medea von Euripides


 

 

Das Spiel von Plus und Minus

Zwischen diesen beiden Polen breitet sich die Diskrepanz des Lebens aus. Vergeblich versucht mann mit Gesetzen eine Ordnung in und wider die Natur zu erstellen. Es ist und bleibt ein Versuch, bis heute. Die Regeln der Väter, die sie ihren Neigungen gemäß deklamieren und doch einzuhalten nicht wirklich in der Lage sind, dienen als Grundlagen für die menschliche Gesellschaft im bürgerlichen Sinn. Das Ideal als Illusion, die Karotte vor der Nase des Esels. So wie das Wort „Gerechtigkeit“ eine Folge von Lauten ist, die unterschiedlichste Vorstellungen hervorrufen, so stellt sich die Frage nach Recht per se.  

In Thessalien hatte einst Pelias den Thron in Besitz genommen. Den rechtmäßigen Thronfolger Jason schickte er das Goldene Vlies zu erobern, wohl wissend, dass dieser die Aufgabe niemals bewältigen kann. Hauptsache ...  und Jason wäre ein Held. Die Geschichte nahm Gestalt an in der Welt. Vor 2500 Jahren schrieb Euripides die Tragödie „Medea“. Sie erzählt von der Auflösung der in Abenteuern gewachsenen Beziehung zwischen Jason und Medea und von Konsequenz. Kaum ein Mythos wurde so oft wieder aufgegriffen und in neue Formen gefasst wie dieser. Die Gegenüberstellung von kultivierten Griechen und der Barbarin Medea beschäftigt, bis heute.

 

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Jaqueline Le Saunier, Tillbert Strahl

© creActor


Kurt Roeske, ein bekannter Philologe und Autor zahlreicher Werke im Themenkreis griechische Mythologie, übersetzte das Stück „Medea“ neu. Moderne elegante Sprache in klassischem Versmaß zeichnet die Fassung aus. Das Ensemble Persona hat sich dem Motto „Sie lieben Sprache? Wir halten Wort.“ verschrieben und damit einen klaren Schwerpunkt definiert. Um diesen Kern ließ Regisseur Tobias Maehler eine Aufführung in Anlehnung an antike Form entstehen. Die Komponenten fügten sich zu einem außergewöhnlichen Theatererlebnis.

Wortbruch, Rache, Schmerz, Liebe, Gerechtigkeit. Die Worte waren an die weißen Segel der Argo projiziert, welche den Bühnenhintergrund bildeten. Gleichsam auch Haus und Rückzugsraum vorstellten. Die Amme führte über den Prolog in die Geschichte und an das Geschehen heran. In den Gesetzen der Zeit hatte eine Frau vor allem eines zu sein, nützlich. Dies und weitere gesellschaftliche Umstände wurden dargelegt. Dem modernen Zeitgeist folgend, bezog der Chor auch umfassender ein, er agierte im Rücken des Publikums, bewegte sich zwischen Außenraum und Bühne. Mit Klangschalen und Trommel wurden die Urkräfte beschworen, bis heute.

Jaqueline Le Saunier in der Rolle der Medea sprach die ersten Worte aus dem Schutz des Hauses, das zu verlassen von ihr gefordert worden war. Ihre Person geriet in den Focus öffentlichen Interesses, Zuspruch und Ablehnung erklangen im Raum. Chor und Protagonistin im Wechselspiel von Moral, Verstand und Gefühl. Die Schauspielerin, bedacht auf Sprache und Haltung, verkörperte die Figur klar dem Text folgend. Der Moderne geschuldet, zeigte sie Emotion – Enttäuschung, Nachdenklichkeit, Verzweiflung – in ausgewogenem Maße. Sanft und klug gab sie die als Barbarin geschmähte.

Peter Kaghanovitch spielte Kreon als einen machtvollen, doch zurückhaltenden König. Ausgleichend und doch bestimmend um das Wohl seiner Tochter Kreusa besorgt, dem Land und den Untertanen verpflichtet, tat er achtunggebietend seinen Willen kund. Wer Herrschende in ihrer Handlungsweise in Frage stellt, sei auszuschließen, so die Botschaft. Das Gesetz der Einigkeit in der Gemeinschaft stehe über allem Dasein. In der Rolle des Aigeus hingegen kam durch ihn die großzügige und nach Auswegen suchende Seite eines Mannes, Herrschers zum Ausdruck.

Tillbert Strahl zeigte einen ausgeglichenen, doch entschlossen seinen Interessen folgenden Jason. Emotional umgänglich und sich durchaus seiner Schwächen bewusst, suchte er nach der Erfüllung seines Lebenstraumes. Es ist Jasons Wille sein Leben als Held und Flüchtling zu beenden und es ist Medeas Kindstötung, die ihm den Traum erfüllt. Verpflichtung und Bindung an Vergangenheit entfallen. Jasons Traum „König“ zu sein, der rote Faden in seinem Wollen und Tun, führte ihn. Er erreichte sein Ziel. Doch was nützte Jason die Anerkennung in der Gesellschaft, wenn sie auf Trümmern basiert. Innerlich gebrochen blieb der neuzeitliche Jason zurück, als Medea in Helios Feuerwagen (mindest so anmaßend wie mann es gewöhnlich tut) Gericht über ihn hielt.

Die Wahrung von Form und ausgewogener Dimension in Spiel- und Darstellung zeichneten die Inszenierung aus. So wie auch Kreon forderte, „... maßvoll möge Handeln sein ...“. Eine katharsische Botschaft für das Miteinander. Dieses auf der Bühne umzusetzen in ästhetische Bilder, klare Sprache und personifizierende Präsenz ohne Masken gelang dem Regisseur Tobias Maehler.

Für Freunde des klassischen Theaters unbedingt sehenswert. Und nachvollziehbar; die im Spiel angerufenen Götter dienten in der Vergangenheit als Schicksalsmächte, ganz wie es jenen genehm, die einen Himmel, Olymp oder Hades beschwören als Fluchtpunkt wohl vor sich selbst. Solange es diese Verantwortlichen gibt, scheint „die Welt in Ordnung“.


C.M.Meier

 

 
 

Medea

von Euripides
Übersetzung von Kurt Roeske

Jaqueline Le Saunier, Peter Kaghanovitch, Tillbert Strahl
Chor: Lisa Bales, Sara Lynn Bürkle, Sandra Kindt, Clara Luttenberger, Sabrina Ronacher, Stella Sieger
Kinder: Jonathan Becher, Matti Nasko

Regie: Tobias Maehler

Lichtbühne Phädra von Jean Racine


 

 

Von den Schachzügen der Gefühle

Das Theaterstück „Phädra“ von Jean Racine bildet einen der Höhepunkte der französischen klassischen Bühnendichtung. Es waren die Tage der zu Ende gehenden absolutistischen Monarchie unter Ludwig XIV., die Tage vor der Französischen Revolution, einem gewaltsamen Umbruch in der Gesellschaft, in welchen der Schriftsteller Euripides Tragödie „Der bekränzte Hippolytos“  aus der Antike in seine Gegenwart übertrug. In dem theatralen Versuch zerfällt eine patriarchische Ordnung und das Chaos zeigt mögliche Zukunft auf. In Racines Weltanschauung lenkt ein Gott der Vorhersehung die Geschicke. Er, durch Klostererziehung geprägt und von Glaubenssätzen geleitet, fasste seine Beobachtungen der Psyche und deren Ausdrucksform in Sprache und Handlung in das Werk. Die Tragik des Unabwendbaren.

Immer wieder stellen die Götter die Menschen vor das Labyrinth ihres Inneren, wohl um ihnen die Spuren des Schicksals und ihrer unlösbaren Aufgaben vor Augen zu führen. An einem solchen Zeitpunkt, jetzt, griff das freie Theaterensemble Lichtbühne das von Simon Werle, vor dreißig Jahren mit ausgeprägter Kompetenz in eine neue deutsche Bühnensprache und ohne Pathos um Staat und Macht, übersetzte Werk von Jean Racine auf.
Regisseur Maximilian Sachsse kürzte die Fassung und legte das Augenmerk unmittelbar auf die emotionalen Beweggründe der Figuren und weniger, wie das Stück bei Racine angelegt ist, auf das Intrigenspiel. Diese Aktualisierung resultiert zum einen aus dem Umfeld in der Zeit, das Intrigenspiel bei Hofe um Gunst und Pfründe hat sich unmerklich gewandelt, zum anderen an der modern stattfindenden Suche des Menschen nach sich selbst. Die Bespiegelung der Eitelkeit fand unter Ludwig XIV. sicherlich einen ebensolchen Höhepunkt, wie sie heute in den geldpotenten Kreisen üblich ist. Doch was bewegt tatsächlich? Die Inszenierung legte den Ursprung offen, es ist der blanke Trieb. Der Begattungs- und Vermehrungstrieb bewegt die Welt. Und was immer sich Mensch auch als Ordnung und Gesetz einführte, der Trieb findet einen Weg diese zu seinem Vorteil zu umgehen.

Theseus, Krieger und Held, ist der stärkste Mann und somit König in Athen. Er zog in den Krieg und bereits über den Anlass kursieren Gerüchte. Die einen meinen den Kampf mit den Waffen, die anderen die Eroberung weiblicher Körper. Allein Theseus kennt die Erfahrung. Sein Sohn Hippolytos idealisiert den Vater, stilisiert ein Heldenbild und in jugendlicher Naivität offenbart er sich Theramenes. Hier begann die Szenenfolge mit Alexander Wagner in der Rolle des Erziehers, der unaufgeregt locker mit Kaffeebecher und Zigarette einen Platz suchte um sein überflüssiges Jackett abzulegen. Guido Verstegen als Hipploytos erzählte auch gleich verunsichert von seiner Begegnung mit Arikia, wie er eine geduldete Randfigur im System von Theseus Gesellschaft. Was ist Liebe? Theramenes gab seine Erfahrung weiter, von Mann zu Mann. Und so drängte es Hippolytos sich Arikia (scheu und zurückhaltend Dana Reinhardt) mitzuteilen. Doch welche Worte wählen, welche Gesten, wie die Antwort deuten? Ismene, Laura Götz, bot Arikia leise Freundschaft, Wiederhall. Da trat Panope an die Rampe, verkündete die Nachricht von Theseus Tod. Gabriele Weller kam der Part des Chores zu, und die Botschaft fand ihren Ausdruck nicht nur in den Worten, sondern auch unverkennbar im Antlitz. Wem steht der Thron nun zu? Phärda, Theseus Frau, sieht in Hippolytos Spuren des Vaters und überträgt vergangene Erfahrungen der Ehe auf den jungen, noch unbedarften Mann. Allein er achtet und verehrt den Vater, und die Begehrlichkeiten der Stiefmutter finden keine Entsprechung. „Was ist schon Liebe gegen Macht?“ Michelle Monballijn erspielte eine durch und durch moderne Phädra, zielbewusst konsequent im Emotionalen und doch eine in der Palette der Aufgaben verlorene Frau und überforderte Königin. Önone (taktierend und wohlmeinend Doris Gruner) brachte als Amme lenkend ihre Erfahrung ein. Da trat wieder Panope an die Rampe: „Theseus kehrte zurück ...“ Und mit ihm, aufrecht und machtvoll präsent gespielt von Iris Ische Böhning, nahm seine Ordnung, sein Recht wieder den Raum ein. Doch welche Handlungen, welche Worte treten zurück, welche Kräfte erzwingen sich Ausdruck?

Der Mensch wird niemals Herr über die Natur, weder über seine eigene, noch die Natur per se. Gefühle sind die Ausdrucksformen des Triebes, durch Organfunktionen verstärkt und biologisch umgesetzt zu bisweilen sehr widersprüchlichem Befinden. Und in diesem Feld hampelt der Mensch und bildet sich ein, er verfüge über einen freien Willen. Doch der Wille unterliegt der Emotion ebenso wie dem Intellekt und nur da, wo beide koordinieren – womit, da der Wille deutlich auf die wenigen gefühlsmäßigen Berührungspunkte beschränkt ist, er den freien Gedanken auf wenige Ausdrucksmöglichkeiten reduziert – kann es zu begrenzter Interaktion kommen. Interaktion entsteht an gleichen bzw. sich ähnelnden Bildern und wannimmer sich diese begegnen, ziehen sie sich an. Sehnsucht trifft Abweisung, Schuld trifft Schwäche trifft Vorstellung und Schwäche trifft Schuld.

 

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Alexander WagnerLaura Götz, Guido Verstegen, Michelle Monballijn, Gabriele Weller, Doris Gruner, Iris Ishe Böhning, Dana Reinhardt

© Lichtbühne

 

 

Die inszenierte Szenenfolge führte zielstrebig gestrafft die Handlung voran und jeder Geste, jedem Wort kam die angemesse Bedeutung zu. Die Regie setzte auf wenige nachhaltige Bilder, sowie die rechte Spannung zwischen Sprache und Gefühl. Konsequenz einer Essenz. Phädra fällt in die Verwirrung und Önone geht stellvertretend in den Tod. Hippolytos wird von Neptun, den der gekränkte Theseus anrief, verschlungen und Theramenes verzeifelt sich die Haare raufend ob des maßlosen Unheils. Da trat wieder Panope an die Rampe und verkündete strahlend, dass Theseus Arikia zur Frau nimmt.
Welche Ordnung war die rechte? Die des Beginns oder die des Endes, die die Geschichte weiterführt? Die Verstrickungen der Figuren finden ein Zusammenleben, welches allein durch Theseus, der den Versuch von Systematik und Recht verkörpert, geordnet ist. Absolutismus. Durch die Abwesenheit des Königs herrscht Anarchie und die Figuren sind ihren bloßen Gedanken und Veranlagungen überlassen, bis ein neuer König in seinem Weltbild Recht vorgibt. „Es wird niemand die Ketten zerschlagen, wenn wir uns nicht selbst entschlossen befreien.“
Gesetz und Natur stehen einander vielfach unvereinbar gegenüber. Die Vieldeutigkeit der Natur und der verzweifelte Versuch diese eindeutig einzugrenzen, führen zu dem unlösbaren Dilemma in dem die Menschheit ihre Tage verbringt.

Die Konflikte des Inneren nach außen gekehrt, entsteht die verkehrte Welt. Ein heute beständig anzutreffendes Phänomen und immer mehr verlieren sich im eigenen inneren Labyrinth. Durch Umfeld und Familiengeschichte geprägt, konditioniert, nicht umsonst werden die Abstammung und die Götter zu Erklärung angeführt, erfahren sie Schicksal. Die Schwäche regiert, steuert die Figuren, wie es in der starken Aufführung der Lichtbühne deutlich vorgeführt wurde. ... Und, wenn es den Göttern beliebt, so wendet sich die Zeit.

 

C.M.Meier

 

 

 


Phädra

von Jean Racine

Übersetzung von Simon Werle

Iris Ishe Böhning, Laura Götz, Doris Gruner, Michelle Monballijn, Dana Reinhardt, Guido Verstegen, Alexander Wagner, Gabriele Weller

Regie: Maximilian Sachsse

i-camp Die Soldaten nach Jakob Michael Reinhold Lenz


 

 

Weiße Gewehre


Auf die Aufklärung – „Die Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. …“ I. Kant - folgte zu Ende des 18. Jahrhunderts die Periode des Sturm und Drang, die Weiterentwicklung und Radikalisierung der humanistischen Gedanken. In jugendlichem Enthusiasmus suchten Dichter, wie Jakob Michael Reinhold Lenz, Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Schiller und Friedrich Gottlieb Klopstock, nach der Verbindung von Vernunft und Gefühl. Die etablierten gesellschaftlichen Konventionen galt es zu entlarven, die Unterschiede zwischen den Ständen und die Problematik um Freiheit zu artikulieren. Eine künstlerische Revolution fand statt, die wider die feudalistischen Dogmen von Kirche und Staat der Natur im Menschen Raum bot. Und in der Natur des Menschen liegt, auch über 200 Jahre später, diese Diskrepanz in sich immer noch offen. Was ist und wie herrscht Vernunft, was bewirkt Gefühl und gibt es tatsächlich Momente der Übereinstimmung?

Lenz verfasste „Die Soldaten“ 1776 und erst 100 Jahre später wurde das Werk, in einer bearbeiteten Fassung unter ähnlichem Titel, aufgeführt. Womit seinem eigenwilligen Ansatz „Ein wahres Dichtergenie zeichne sich durch gestalterische Phantasie und eigenständiges Schaffen und nicht durch Einhaltung von Regeln aus.“ durchaus auch Genüge getan wurde. Eine Uraufführung fand erst 1916 statt. Auch die Inszenierung durch die Lichtbühne unter Maximilian Sachsse ging einen eigenen Weg. Nach der intellektuell auslotenden Moderne suchte er naturgemäß psychologisch nach den dunklen wunden Punkten, die er in deutliche Charakterbilder fasste. Konsequent folgte er seinem inhaltlichen Aspekt und weniger bildungskonformen Vorgangsweisen. So standen auch hier Gesellschaftsregel gegen persönlichen Entfaltungsdrang im Hintergrund in Konflikt. Das Stück, ursprünglich im Sinne von Lenz eine Komödie, erhielt die Bezeichnung „Lustspiel“, wobei es doch gerade das Ausleben einer triebhaften Lust war, welchem die Protagonisten folgten und das in subjektiver expressiver Weise. Oder ist es etwa die heute gesellschaftlich vorgegebene „Pflicht zu Lust“, die einen weiteren Konflikt bildet? In der offenen Form von Einzelszenen, gleich den in der Tradition angeprangerten „Fetzenszenen“, welche durchaus für die zugrunde liegenden Motive bestehen konnten und durch „schwarzen Pausen“ getrennt waren, erfuhr das Publikum die Geschichte.

Marie Wesener, die Tochter eines Kaufmannes, ist mit Stolzius, dem Sohn einer Waffenhändlerin, verlobt. Als dieser in Geschäften unterwegs ist, gibt Marie dem Werben des Offiziers Baron Desportes nach und geht mit ihm zur Kirmes. Der Ausflug wird in der Stadt publik und der Tratsch blüht. Da berät der Vater Marie und beide verfolgen nun gezielt sozialen Aufstieg. Doch Desportes ging es nur um lustvolle Unterhaltung und die Begleichung seiner Schulden. Gesellschaftliche Anerkennung, Geld und andere geschäftliche Motivationen geraten zu einem alle verschlingenden Strudel. Krieg. Der Handel und die Handlung bewegen seit jeher die Gesellschaft. Und, nun ist es der Handel mit „weißen Gewehren“ der gesellschaftlich legitimiert ist, handelt es sich doch um Werkzeug für „die Guten“. Doch Soldat ist Soldat und wird für das Töten besoldet. Spätestens hier wird klar, wie doch die Grenzen verschwimmen, stets unhaltbar, bestenfalls zeitweilige Übereinkunft  sind. Auch Europa ist nicht gefeit davor in Flammen aufzugehen. Im Hintergrund umrissen einfallsreich weiße Skizzen den Spielraum (kunstvoll Wolf Romberg). Doch zu Beginn herrschte Partylaune auf der Bühne des i-camp bei der Verlobung von Marie und Stolzius. Ein hübsches Pärchen, die Naivität und die Gutgläubigkeit, sie zierten sich noch ein wenig, ganz im christlich bürgerlichen Sinne. Eva Gottschaller verkörperte wirklich eine unbedarfte moderne Marie, die zwischen schwesterlichem Rat (eingebildet Lisa Wittener) und Schwärmerei hin- und hergeworfen war. Den „rechte Weg“, die passenden Worte auf dem Smartphone finden, beschäftigte sie überaus. Ihr Verlobter Stolzius wurde von Guido Verstegen als ein von Gefühlen gelenkter Träumer gespielt. Gutgläubigkeit drückte sich in ausdruckstarker Mimik und Gestik aus, während die Artikulation deutlich zurückgenommen wirkte. So war es für Desportes (taktierend Johannes Bauer) nicht allzu schwierig seine persönlichen Ziele in den Mittelpunkt zu rücken. Ulf-Jürgen Wagner bot als umsichtig besorgter Vater Wesener, ganz im Sinne von „gut gemeint“, seiner Marie Rat. Doch spätestens seit Brecht wissen wir um die Wirkung die dieser Haltung folgt. Und so kam es auch. Ganz anders Doris Gruner, die erst als Mutter und Mitmacherin unauffällig und nur in gepflegtem Aussehen auffällig, sich in der Haltung „Huch, ich muss Konsequenzen tragen?!?“ echauffierte. Konsequent gelassen hielt Stefan Voglhuber als Militärpfarrer seine klare Aussage für begründete Wahrheit. Und die Gräfin (Karina Pele) und die Obristin (Marget Flach) gaben wendig die als mittlere Führungschargen Bekannten, die einem Vernunftbild folgen und dieses als Vorgabe von Rechtschaffenheit nutzen. Den Kumpel in all dem Krieg gab stets unaufgeregt präsent Christina Matschoss. Niko Hatjilaskaris spielte zurückhaltend einen aufrechten Soldaten, wissend um die menschlichen Schwächen und doch in angemessenem klassischem Rahmen agierend, hielt er schließlich um Maries Hand an. Anders als in der Originalfassung endete die Aufführung wieder in einer Party und eine „neue Runde“ wurde mit Sektgläsern angestoßen. Maximilian Sachsse gelang ein schillernder Reigen realistischer Figuren, jede in einem eigenen Kosmos, ganz wie es auch die „schwarzen Pausen“ verdeutlichten.

 

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Niko Hatjilaskaris, Eva Gottschaller, Ulf-Jürgen Wagner, Doris Gruner, Lisa Wittemer

© Engelbert Jost


Insgesamt ein aktuelles Schauspiel, umgesetzt in den Themen Kraft und Gewalt, Druck durch Kriegsangst, Aggression der Verzweiflung und die glorifizierende Hysterie um das Geld –„Hinter jedem Krieg standen und stehen überwiegend wirtschaftliche Interessen; der Kriegszustand diente und dient einzig dem Streben nach Profit.“ (Programmheft) Das ist der monotone Takt der agierenden sogenannten Vernunft. Oder war es der Takt einer MP? Laut tönte er aus den schwarzen Lautsprechern.
Es irritierte, schmerzte und doch hielten die Schauspieler ebenso wie die Zuschauer aus. Längst war und ist in der Gesellschaft eine Schmerzgrenze überschritten und doch dienen „Die Soldaten“ weiter in einem Gefolgschaft als unabdingbare Grundregel fordernden System. Jedem System wurde und wird eine Ideologie, ein Denkmuster als scheinbare Wahrheit zugrunde gelegt, welcher zu folgen als Handlung aus Vernunft propagiert wird. Als ginge es tatsächlich um „Höheres“ als das nackte Überleben. Entziehe sich wer kann …
Doch was, wenn nun noch ein digitales System die Leitung übernommen hat und unsichtbar die Fäden zieht? Die Frage um die Mündigkeit des Einzelnen nahm immer wieder neue Formen an und ist doch immer noch eine Frage. Die Antwort findet sich in der Erkenntnis, dass die Aufklärung als gescheitert angesehen werden kann. Unmündigkeit, Gläubigkeit, Meinungen und Ressentiments  beherrschen die Gesellschaften, finden in allen Medien Verbreitung und Bestätigung. Und nun?

Aus der gelungenen Inszenierung von Maximilian Sachsse konnte eine weitere Antwort mitgenommen werden. Der naturgemäße Opportunismus siegt zu jeder Zeit. Das Recht des Stärkeren, des Listigeren, des Skrupellosen setzt sich durch - Arrangements inbegriffen. Allein die Bewusstwerdung dieser Vorgänge vermag den tatsächlichen Schritt vom Rudeltier zum Menschen im klassischen Weltbild anzustoßen. Wer ist bereit dazu und wohin drängt der Sturm in dieser Zeit?

 

C.M.Meier

 

 
 

Die Soldaten

nach Jakob Michael Reinhold Lenz
In der Fassung von Maximilian Sachsse

Johannes Bauer, Marget Flach, Eva Gottschaller, Doris Gruner, Niko Hatjilaskaris, Christina Matschoss, Karina Pele, Gudrun Skupin, Guido Verstegen, Stefan Voglhuber, Ulf-Jürgen Wagner, Lisa Wittemer


Regie: Maximilian Sachsse

Lichtbühne Quartett von Heiner Müller


 

 

Virtuelle Verbindung

Ein weißer Raum, auf dem Boden einige Gläser halbvoll mit Rotwein. Sie erinnerten an Blut, das Sinnbild für Leben darstellt, das dem Akt eines Genusses gleichzusetzen war und das in einem kanibalistischen Akt getrunken wurde. Die Heranführung erfolgte durch einen Text über Krankheit, einen Zustand in der Gesellschaft, der doch ein durch und durch naturgemäßer ist. Der Kontrast zwischen Natur und steriler Laboranordnung offenbarte sich.

„Es ist meine Haut die sich erinnert, sie zittert ...“ Marquise Merteuil und Vicomte Valmont verbindet eine Liaison in der jede Gefühlsregung Schwäche und damit Verwundbarkeit bedeutet. In einem sportlichen Akt der Selbstbehauptung kreuzen sie, einander durchaus ebenbürtig, die verbalen Klingen - Brillanz, Intelligenz, Gewandtheit und verletzende Schärfe. Doris Gruner, als Isabelle Merteuil, stellte eine überaus beherrschte Figur in den Raum. Kaum Gesten, wenig Mimik, gespannter Tonfall, und dieser gelegentlich gebrochen im Timbre – süffisant, stolz, mitleidig.  Sebastien de Valmont, emotionslos gesprochen von Guido Verstegen, war dem „Schauer der Jagd“ erlegen. Naturgemäß einem Instinkt folgend, diesen nonchalant verbergend, beobachtend und in kurzen Momenten erkennend. „Spielen wir?“ Es kam eine sehr zeitgemäße Darstellung des, von Heiner Müller adaptierten, Briefromans „Gefährliche Liebschaften“  von Pierre Ambroise Francois Choderlos de Laclos auf die Bühne, zudem in sich subtil umgesetzt.

Wenn die Handelnden bei Choderlos de Laclos noch der tierischen Veranlagung folgen, so sind es nach Heiner Müller schon die Maschinen, welche äußerlich reglos die Palette von Gefühlen abspielen. Doch seit der Uraufführung seines Stückes „Quartett“ sind bereits mehr als 30 Jahre vergangen. In der Inszenierung der Lichtbühne waren es nur die Nuancen in der Stimme, in einer winzigen Geste, welche den Restmensch verrieten. Kunst der Darstellung! Es war Freude an der Sprache, wenn der Text zu Leben erwachte und doch wie eine Durchsage im Raum verhallte. „.... Langeweile der Bestialität unserer Konversation ...“ Womit festgestellt wurde, dass die Bestialität ebenso wie die Scheinheiligkeit letztlich zu Einfalt in der Einfallslosigkeit führt und damit in einem Zustand des Dahinsiechens endet.

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Doris Gruner, Guido Verstegen

© Lichtbühne

 
 

„Das Leben braucht den täglichen Tod.“, so Heiner Müller. Und war es der Tod durch die natürliche Auslese, so sei es heute u.a. der tägliche Tod von Gedanken und traditioneller Haltung durch den alles erstickenden Konsum von übermäßigen Medienauswürfen, anstelle des naturgemäßen Wandels. Die Menge und die Form unterdrücken das Gefühl und damit den Versuch der angemessenen Emanzipation, der fehlschlägt, und das Gift der unterdrückten Gefühle, führt zu Selbstvergiftung als Körperreaktion. Die Frau per se liegt schon lange unter den unterschiedlichsten Äußerungen und manipulierenden Definitionen der MannInnen und der Medien begraben. Und aus den naturgemäßen Männern wird derzeit auch Mediengut gemacht, getrimmt, gestylt, gecoolt im usen von Brettern vor dem Kopf. Hier setzte die Regie von Maximilian Sachsse an, der es geschickt verstand, den ursprünglich im 18. Jahrhundert entstandenen, im 20. Jahrhundert überdachten und neu formulierten Inhalt in die Gegenwart zu transferieren. Ein Post-Dialog um das ewige Spiel: Mann war (ist) so viel wie die Frau, die ihm gegenüberstand. Spieglein, Spieglein ... wer ist der Schönste, Größte, Potenteste im Land? Der Urtrieb des Lebens und der Natur findet in jeder Form seine Bestätigung und Verbreitung. Einer braucht den täglichen Tod um überleben zu können, anderen bleibt, mangels begehrlicher Beachtung, nur die gelegentliche Erfahrung an sich. Die Parallelen zum tierischen Verhalten, des „Fell an Fell reiben“, sind unübersehbar. Allein die Kultur und die von in ihr geschaffenen Masken überdeckten die allgegenwärtigen ursprünglichen Lebensbewegungen. Doch was, wenn die Kultur einer Form von gemeinhin banalem Klatsch und Tratsch zum Opfer fällt? Ein Rückfall in tierische Zeiten oder gar das Ende einer Zeit?

Revolution. Nein, Maschinen begehren nicht auf. Denn längst sind lebendige artifizielle Ausdrucksformen Programmen, also einer stereotypen perfektionierten Aktionsweise gewichen. Die virtuelle Revolution fraß längst ihre Kinder. Wo die Massenerhebung im Heute ausbleibt, ein Schauspiel im ausdruckstarken letzten Bild gipfelte, wurde äquivalent nur applaudiert und dabei wären einige Bravorufe am Ende ebenso angebracht gewesen, wie leichte Fußbetätigung. Bewegung also ...

 
 
C.M.Meier
 
 
 
 

 


Quartett

von Heiner Müller

Doris Gruner, Guido Verstegen

Regie: Maximilian Sachsse

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